Stell dir vor: Teneriffa ist im Grunde ein riesiger Vulkan, der direkt aus dem Atlantik ragt. Der Pico del Teide ist 3.715 Meter hoch. Damit ist er der höchste Berg Spaniens und eine perfekte Falle für Wetterfronten, die über den Atlantik ziehen. Viele dieser Wolken bleiben auf halber Höhe am Berg hängen und bilden einen Ring aus grünen, üppigen Wäldern rund um die Insel. In der Regel bringen diese Fronten Regen auf die Nordseite, wo dichter Regenwald wie im Dschungel wächst, während der Süden trocken und fast wüstenartig bleibt.
So gibt es auf einer kleinen Insel alles, was das Bikerherz begehrt: rutschige, enge Singletrails im Dschungel des Nordens, griffige, loamige Trails auf halber Höhe, trockenes, felsiges Gelände im Süden und losen Vulkanboden ganz oben am Teide. In einem einzigen Run vom Gipfel fährst du durch mindestens drei verschiedene Ökosysteme und Streckentypen.
Überall gibt es Trails, und nur einer kennt sie alle … Edgar Carballo. Als ich die Serie Not Far From Home gestartet habe, wusste ich, dass wir irgendwann nach Teneriffa müssen, um mit Edgar zu fahren. Sobald die Reisebeschränkungen es zuließen, habe ich also die übliche Crew zusammengetrommelt – Kike Abelleira (Foto), Nacho Trueba (Video) und Sergio Layos (Profi auf dem Kinderrad und Gelegenheits-Mountainbiker) – und wir haben ihn besucht.
Rider: